Die Erschießungen

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    Die Erschiessungen

    Mindestens 28 Personen wurden als Folge der Revolution von 1849 in Baden standrechtlich erschossen. Von 21 in Rastatt ausgesprochenen Todesurteilen, vollstreckte man 19. Die Erschiessungskommandos setzten sich aus freiwilligen preußischen Soldaten zusammen. Dieses stand im Gegensatz zu den sonstigen Gepflogenheiten in der preußischen Armee, denn sonst wurden die Todesschützen befohlen; manchmal bis zu 30 Mann. Normalerweise wurden die Todesurteile innerhalb von 24 Stunden nach der Verkündigung, meist in den frühen Morgenstunden, vollstreckt. Der Hinrichtungsplatz in Rastatt lag in einem trockenen Festungsgraben. Als die Neugier der Bevölkerung zu groß wurde, vollstreckte man die Todesurteile unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Bereich der Leopoldsfeste. Zu den Erschießungen vom 20.Oktober 1849 ist überliefert: „Die Offiziere laden die Gewehre; nicht alle, die schießen, erhalten Kugeln in den Lauf; so weiß keiner, ob er oder ein anderer den Tod gegeben hat." (Bilderwelt 1849,Hrsg. Adolph Böttger. Zwickau 1849.S.133) Geschossen wurde aus kürzester Entfernung: unter fünf Metern

    Erschiessungen


    Hier geht es zur Ruhestätte der in Rastatt
    standrechtlich erschossenen Freiheitskämpfer

    Text: R.Wollenschneider
    26.7.2009

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