Die Bundesfestung

Seite des Historischen Vereins Rastatt

Wappen von Rastatt

Rastatt

Großherzogtum Baden

Wappen des Deutschen Bundes

Deutscher Bund

[Die Bastion 30][Festungstore][Untere Anschluss] [Die Ludwigsfeste] [Friedrichsfeste] [Ausfallstor] [Garnisonsdienst] [Grenzsteine]

Durch den Friedensschluss von Paris wurden die Befreiungskriege gegen Napoleon 1815 beendet.
Die Sieger stellten Überlegungen an, wie die Rheingrenze besser gegen Angriffe französischer Armeen gesichert werden könnte. Die Bundesversammlung in Frankfurt/Main entschied sich am
 26. März 1841 für den bau bewaffneter Plätze in Rastatt und Ulm.

Die Festung in Rastatt sollte:

1. Stark genug sein, einem von Straßburg herangeführten Belagerungsheer energisch Widerstand zu leisten.

2. In der Lage zu sein, dem VIII Bundeskorps als Stützpunkt und Waffenplatz zu dienen und im Kriegsfall bis zu 30 000 Soldaten aufnehmen zu können.

Das Geld dafür wurde aus französischen Geldern ( Kriegssteuer: 20 Millionen Gold - Francs ) bereitgestellt und im Frankfurter Bankhaus Rothschild deponiert.
Am 15. November 1842 wurden nach umfangreichen Planungsarbeiten und schwierigen Grunderwerbsverhandlungen die Bauarbeiten begonnen.
In sieben Jahren sollte die gesamte Festung fertiggestellt sein. Tatsächlich konnte dieser Termin im Wesentlichen eingehalten werden. Die benötigten Steine für den Festungsbau wurden in einem Steinbruch am Eichelberg bei Bischweier gewonnen. Durch eine 15 km lange Pferdeeisenbahn konnte das Baumaterial nach Rastatt transportiert werden.
Plan der Bundesfestung Rastatt1848 betrug die Zahl der Arbeiter 8000 aber bei weiterer Berechnung der "Zulieferer" dürften wir die Zahl der Beschäftigten mit über 10 000 Mann annehmen.
Rastatt hatte zu dieser Zeit gerade mal 6000 Einwohner.
Anfang des Jahres 1848 waren die Wälle mit 922 Kasematten verteidigungsbereit,
die 6 m hohe Festungsmauer zählte 649 Kanonenscharten und 7680 Gewehrscharten.
92 Pulvermagazine sowie 144 weitere Spezialkasematten waren vorhanden.
Die Besatzung bestand hauptsächlich aus badischen Truppen , denen ein Kontingent österreichischer Pioniere beigegeben war.
Abgesehen von den 23 Tagen preußischer Belagerung während der 49er Revolution befand sich die Festung nie im Kampfe. Nach 1866 wurde Rastatt Reichsfestung.
Durch kaiserliche Kabinettsordre am 4. März 1890 und durch Beschluss der Landesverteidigungskommission wurde die Festung aufgegeben und unverzäglich mit den Abbrucharbeiten begonnen. Leider hat sich dieser Prozess bis in die Gegenwart fortgesetzt.

Siegel_Bundesfestung_web


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 Sorgenkind des Historischen Vereins: CAVALIER I
Quelle: R.Wollenschneider
 Alle Werke der Bundesfestung Rastatt wurden durchnummeriert. Eins trug dabei ein Cavalier im Bereich der Leopoldsfeste, das noch immer vorhanden ist. Heute an Panoramaweg und Militärstraße postiert, erlebte es eine wechselhafte Geschichte. Cavaliere waren deutlich überhöhte Bastionen welche als Feuerstellung über das Vorgelände dienten und im CAVALIER I vorspringenden Winkel des Walls lagen. Das Cavalier I wirkte Richtung Niederbühl und des Murgtales. Oben war eine Hohltraverse, die zum Schutz der Artilleriegeschütze diente, im Innern ein markanter Poternengang. Eine besondere Bedeutung erlangte das Cavalier I 1849 nach der Kapitulation der revolutionären Kräfte, die vom 1. bis 23. Juli von preußischen Truppen belagert worden waren. Unter zunächst menschenunwürdigen Bedingungen wurden die Rang höheren Revolutionäre in die Kasemattengewölbe eingesperrt. Authentisch sind dabei die erhaltenen Aufzeichnungen des Otto von Corvin, der dort einsitzen musste. Nach Ende der Reichsfestung Rastatt (1890) wurde das Festungswerk als Pilzzucht und im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum genutzt. 1982 startete der Historische Verein Rastatt eine Initiative, das Cavalier I wieder zugänglich zu machen. 1984 wurde ein großes Festungsfest gefeiert, bei dem das Gemäuer nach über 600 Arbeitsstunden CAVALIER I nach Aufgabe der Festungpräsentiert wurde. Es folgten Dreharbeiten zum Film "Lenz oder die Freiheit" und ab 1989 wurde des "Denkmal" aus baupolizeilichen Gründen gesperrt. 1992 engagiert sich der Rastatter Gemeinderat nochmals geschlossen für das Cavalier I. Doch seit dieser Zeit ist bis auf die Errichtung eines Schutzzaunes und einmaligen Stützmaßnahmen nichts mehr passiert.






Heutiger Zustand   Heutiger Zustand
                     So sieht es heute aus!

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Die Bastion 30

Bastion30
 

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           RASTATTER FESTUNGSTORE

Die Festung Rastatt besaß fünf Zugänge, wobei das Karlsruher- und Kehler Tor als Hauptportale, das Rhein-, das Ottersdorfer- sowie Niederbühler Tor als Nebenzugänge tituliert werden können. Romantische Kulissentore gab es bei den zuerst erwähnten. Sonst bestimmten Zugbrücken mit Torwachtgebäuden die Rastatter Zugänge.

Interessant die veränderte Szene am ehemaligen Niederbühler Tor. Hier ist das Wagenhaus II entlang der Militärstraße einer neuen Verwendung zugeführt worden. Unter dem Namen "Hopfenschlingel" wurde aus dem einstigen Artilleriedepot eine florierende Hausbrauerei mit Gasträumen. Kurios auf der vorliegenden Aufnahme des Fotografen August Escher auch ein etwas unauffälliges Gebäude im Vordergrund, einer Gartenhütte vergleichbar. Dabei handelt es sich um das erste Oktroihäuschen am Niederbühler Tor. Dort wurde, wie auch an den anderen Zugängen nach Rastatt, bis zum Ersten Weltkrieg der Wegzoll, "Oktroi", eingezogen. 1902 wurde ein neues "Erheberhäuschen" an der Straße nach Niederbühl errichtet, das viele Jahrzehnte überdauerte.

 

Niederbühler Tor
 
Bild: Bis auf das "Wagenhaus I" (heute: "Hopfenschlingel") hat sich die Ansicht in der Aufnahme von August Escher am Ende der Lützowerstraße enorm verändert.
Archiv: Wollenschneider



Das Rheintor
Rheintor_web
 
 

Das Karlsruher Tor
Karlsruher Tor_web



Das Kehler Tor
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Zugang von Kehl in die Bundesfestung.
Auch hier ist das “Oktroi” (Wegzoll) Haus zu erkennen



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Der Untere Anschluss

Unterer Anschluss_Web

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Diese Festungsanlage stellte die Verbindung zwischen der Ludwigsfeste und der Friedrichsfeste her und sicherte mit ihren starken Wällen und Bastionen das Rheintor, Festungsseitig wurde der offene Hauptwalldurchgang durch das Innere Torwachtgebäude kontrolliert.
Vorgelagert war ein breiter nasser Graben mit Holzbrücke. Vor dieser stand landseitig ein kasemattierter mehrstöckiger Wachtturm ,der mit einem Wall umgeben, die Straße Richtung Rheinau sicherte und mit seinen Kanonen jeden Angreifer bedrohte. Geschützt wurde der Untere Anschluss durch die Halbbastionen 20 und 21 und das Cavalier 22, welches mit seinem quer im Graben stehendem Sperrwerk den nassen Graben des Unteren Anschlusses von dem trockenen Graben der Luwigfeste trennte.  Durch seine Höhe von 15,45 m beherrschte dieses Sperrwerk sowohl den Unteren Anschluss als auch die linke trockene Flanke von Halbbastion 23 der Ludwigsteste. Direkt vorgelagert war die Halbbastion 21, in deren trockenen Graben die standrechtliche Erschießung mehrerer Revolutionäre im Jahre 1849 stattfand.
 Die S - förmige Halbbastion 20 mit dem dahinter liegendem Zeughaus und dem davor sich befindlichem Friedenspulvermagazin schließt den Unteren Anschluss zur Murgseite hin ab und fügt sich mit ihren Wällen an die Stadtbefestigung an. Diese Halbbastion 20 diente noch lange Zeit nach der Revolution als Gefängnis für politische Gefängene. Im l. Weltkrieg wurden darin Kriegsgefangene untergebracht
  Zur Stadtseite wurde diese Festungsanlage durch eine 6 m hohe und l ,30 m breite Sperrmauer mit Schiessscharten abgesichert interessant ist zu wissen, dass hier Carl Schurz im Jahre 1849 durch einen unterirdischen Wassergraben aus der Festung fliehen konnte und so einer Gefangennahme durch die Preussen entging. Später wurde er in den USA ein bekannter Politiker und General.

Und jetzt.....

 Der gesamte Untere Anschluss ist verschwunden nur einige Kasematten des Cavalier 22 am ”Hasenwäldele“ erinnern daran, dass einst mächtige Wälle und Bastionen das Bild von Rastatt prägten.

Text: Dieter Wolf

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Die Ludwigsfeste (Fort B)

Zeichnung Ludwigsfeste

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Die Ludwigfeste, im Nordosten der Stadt gelegen war das Kleinste der drei Forts der Festung Rastatt. Rechts der Murg erbaut, war sie durch den Oberen Anschluss mit der Leopoldsfeste und durch den Unteren Anschluss mit der Friedrichsfeste verbunden. Fort B sicherte die Festung Richtung Karlsruhe/Ettlingen und war gleichzeitig Schutz für den nahegelegenen Bahnhof. Trockene Gräben von 20 Meter Breite und 6 Meter Tiefe umschlossen die Anlage feindwärts.Ein Grossteil des Schlossgartens wurde 1844 den Baumassnahmen geopfert.Obwohl sie nur die Hälfte der Ausdehnung der Leopoldsfeste hatte,maß ihre Polygonalfront 440 m und die rechte Flanke über 240 m.
Hinter diesem starken Befestigungswerk waren 2 Kriegspulvermagazine, das Wagenhaus 6, das Hauptkriegslaboratorium und mehrere Versorgungsschuppen untergebracht. Die Reduitkaserne von 216 m Länge in der Kehle schirmte Fort B stadtseitig ab.

Ludwigsfeste Cavalier 25


                                         Das dominierende Kavalier 25  mit Hohltraverse.

Dessen Flanken waren in ihrer ganzen Länge kasemattiert und mit Schießscharten versehen. 3 Poternen führten durch Wall, jeweils zu den links und rechts gelegenen Ausfallhöfen, eine in den Festungsgraben zu der davorliegenden Caponiere. Aus dieser wurde ein in den Graben eingedrungener Feind ,nach beiden Seiten mit Geschützen feuernd wirkungsvoll bekämpft.Es standen links und rechts 2 doppelstöckige Reduits (kleinere Rückzugs - und Verteidigungswerke) mit 6 Kanonen zur Bestreichung des Festungsvorgeländes (Glacis)bereit.

Das Kernwerk, das HAUPTREDUIT wurde 1927/28 mit erheblichem  Kostenaufwand abgerissen. Bis 1918 war ein Bataillon der 111 er in ihm stationiert.

Text Dieter Wolf 12.12.2007

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Die Friedrichsfeste (Fort C)

Plan Friedrichsfeste_bunt_web
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Sie war mit ihren Bastionen 1 3 und 14 ,dem Capitalreduit 16 und den beiden Kavalieren 15 und 17 eine starke, nach Westen ausgerichtete Befestigung. Vorgelagert waren die Lünetten 38  und 39. Die Bastion 14 konnte über eine sogenannte Rollbrücke  in Richtung Lünette 39  verlassen werden . 1849 fand hier der Ausfall der Freischaren gegen die Rheinau statt .Dieses Fort war das einzige, welches im Falle eines Angriffes über nasse Gräben verfügte. Durch Aufstauung der Murg an der Schließbrücke (Untere Stauschleusenbrücke) wurde erreicht, dass die Gräben der Friedrichsfeste und des Mittleren Anschlusses sich mit Wasser füllten. In Friedenszeiten waren natürlich sämtliche Gräben trocken, im Sommer hätte es sonst zu einer Schnakenplage und zu einer Versumpfung der stehenden Gewässer geführt.
       Bei einer der Probeflutungen hielten Friedrichafeste_Tor _Schliessbrücke_webdie Dämme den hohen Wasserdruck bei 4.80 m nicht stand und die Keller der Unterstadt füllten sich. Guter Rat war teuer. 1856 erbaute man deshalb die Obere Stauschleusenbrücke (Franzbrücke) und hoffte, durch Aufstauung der Murg vor der Festung dieser Misere Herr zu werden. Durch die nassen Gräben des Oberen Anschlusses und den trockenen Gräben der Leopoldsfestung würde dann das Wasser in die Gräben des Mittleren Anschlusses und der Friedrichsfeste fließen. Ein ausgeklügeltes Kanalsystem durch das Dörfel konnte das Wasser des Gewerbekanals ebenfalls in die Gräben des Mittleren Anschlusses bzw. Friedrichsfeste leiten, Doch der jahreszeitlich stark wechselnde Wasserstand der Murg, sein plötzliches Hochwasser bei starkem Regen und sein in den niederschlagsarmen Sommermonaten wenig wasserführender Zufluss stellte die Festungsbauer vor immer neue Probleme. Im Verteidigungsfall sollte auch das gesamte Vorgelände sowie  die Bruchwiesen durch Aufstauung des Oosbaches und des  Altrheinarmes unter Wasser gesetzt werden. Bei Trockenheit dauerte dies aber viel zu lang. Ein nicht zu behebender Mangel  in der Verteidigung der Festung.
     Das Eingangstor zur Friedrichsfeste befand sich unmittelbar an der Schließbrücke und wurde durch ein flankierendes bewehrtes TorwaTor Friedrichsfeste_webchtgebäude geschützt. Zur Murg hin wurde Fort C durch eine durchgehende, mit Schießscharten versehene Verteidigungsmauer gesichert. Auf der anderen Seite der Murg lag die 5 m hohe Stadtbefestigung mit ihren drei bewehrten Blockhäusern. Ein über die ausfliessende Murg eindringender Feind konnte so von beiden Seiten unter Feuer genommen und abgewehrt werden.
     Die nördliche Begrenzung der ehemaligen Friedrichfeste ist jetzt ungefähr die Hindenburgbrücke,die südliche die Straße Zur Friedrich feste, im Westen die Schillerstraße und im Osten die Murg. Die Lünette 39 befand sich zwischen Eschen - und Wilhelm-Busch-Straße, jetzt das evangelische Gemeindezentrum .Zu sehen ist kaum noch etwas, doch hier stand einstmal das Fort C der Festung.
    


Das Ausfalltor der ehemaligen Bundesfestung Rastatt



Ausfalltor_web


Das schönste Tor seit der WM!“ frohlockt Dieter Wolf vom Historischen Verein und präsentiert stolz ein neues Glanzstück. Das Ausfalltor der ehemaligen Bundesfestung Rastatt glänzt wirklich in der Sonne und beeindruckt die zahlreichen Besucher, die sich am Sonntag beim traditionellen Festungsfest am Südring eingefunden haben. Diesmal dauern die Führungen länger als üblich, denn nicht nur die unterirdischen Gänge der Contreescarpegalerie werden vorgestellt. Vielmehr bezieht der Verein erstmals die von der Firma Weisenburger erstellte Grünanlage zwischen den Kasematten und dem Wohngebiet Leopoldsfeste in sein Programm ein. Erstaunt folgen die Besucher den Spazierwegen, die den Verlauf der unterirdischen Gänge markieren, vorbei an der Flankenbatterie und sehen schließlich den Ausfallhof mit Resten des Blendmauerwerks und Schießscharten. Gegenüber prangt das neue Ausfalltor, das mithilfe von Spenden restauriert und erst kürzlich an exponierter Stelle aufgerichtet wurde. Durch diese Ausfalltore konnten die Verteidiger der Festung rasch vom Ausfallhof in den trockenen Festungsgraben gelangen und den Feind zurückdrängen. Die Ludwigsfeste verfügte über zwei Ausfallhöfe, in der Leopoldsfeste waren es vier, von denen einer sich in der Nähe des Tores befindet. Es ist ein kleines Wunder, daß das Ausfalltor zwei Weltkriege überstanden hat, in denen Kirchenglocken zur Herstellung von Munition eingeschmolzen wurden. Die fünf Zentner schwere, aus sechs Millimeter starkem Eisenblech bestehende Zweiflügel Konstruktion war nämlich auf dem Gelände der früheren Firma Holz-Hertel abseitig verschüttet, und konnte als Rarität des Festungsbaues geborgen werden. Viel Lob erntete der Historische Verein erneut für seine qualifizierten Führungen und Mühen um den Erhalt der Festungsreste. Vor allem „Neubürger“ des Wohngebietes Leopoldsfeste haben ihr Umfeld erstmals aus der Maulwurfperspektive kennengelernt. Sie werden sicherlich in Zukunft nicht einfach nur am Südring spazierengehen, sondern dabei die Spuren der Bundesfestung Rastatt und „ihr“ Tor im Auge haben.
Text: I.Stamm Bilder I.Stamm,

Chronik

©Ausfalltor

Das wiederentdeckte Ausfalltor

Gwinner Wolf_web

Das Ausfalltor beim Restaurator Metallbau Gwinner

©T6orpräsentation Totale_web

Das Ausfalltor kurz vor der Fertigstellung

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Bestimmungen
 über den Garnisons - Dienst in der Bundesfestung Rastatt

Kleiner Ausschnitt

§.54.
Im Falle einer Störung der öffentlichen Ruhe und Sicherheit im Innern der Stadt rücken sämmtliche Reserve = Pigunts der Infanterie, wenn eine Allarmierung der Besatzung nicht stattfindet, in dem Schloßhof, von wo aus so gleich das Zeughaus im Schlosse, das Artillerie - Wagenhaus, das Laboratorium etc. sowie die Murg = Uebergänge besetzt und die Wache in Bastion XII. verstärkt wird; ein derartiges Ausrücken der Garnisons = Bereitschaft wird jedoch immer befohlen werden und geschieht nicht auf das Allarm = Signal.

Bemerkung: In Rastatt hatte eindeutig das Militär das Sagen.

Dienst in der Festung_web
Siegel_Bundesfestung_web

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Grenzsteine in den Bahnhofsanlagen.

Alte Grenzsteine in den Bahnhofsanlagen

Die Grenzsteine in den Bahnhofsanlagen

Grenzstein 2 Bundesfestung Rastatt

Grenzstein der ehemaligen Bundesfestung Rastatt

Grenzsteine der Bundesfestung Rastatt

So mancher Spaziergänger wird die Sammlung der unterschiedlichsten Gemarkungs- und Grenzsteine in den Bahnhofsanlagen interessiert betrachtet haben. Besonders aufgefallen; mehrere Steine mit den eingehauenen Buchstaben B. F. (BundesFestung) deren Deutung nicht möglich war. Wo könnten sie gestanden haben, was grenzten sie ab? Was sagen diese Buchstaben? Sie grenzten das Gelände des Deutschen Bundes gegenüber dem städtischen und privaten Grund ab, daher auch die Buchstaben B.F. 700 Morgen (252ha) Land wurden für den Bau der Bundesfestung benötigt und die Begeisterung für deren Hergabe hielt sich bei den Eigentümern in Grenzen. Viele Bauern mussten ihre Felder unter Wert an die Festungsbaukommision verkaufen und begüterte Leute ließen sich sogar in einen Prozess ein. Aber nichts half, bis 1845 war alles abgewickelt und das erworbene Gelände wurde durch 260 Grenzsteine markiert. Von diesen haben nur besagte 2 Stück überlebt. Sie wurden jetzt durch eine Initiative des Historischen Vereins Rastatt und der Stadt Rastatt als deren Eigentümer sicher in die Kasematten verbracht und somit vor „Schwund“ bewahrt.

Text: D.Wolf /Bilder R.Schulz, G. Kemmlein 19.8.08
 

IEinbetonieren_web
Grenzstein_ in_ den_ Kasematten_web

Noch liegt er am Boden

Aufgestellt und einbetoniert

Einbetoniert_web

Zur Besichtigung freigegeben

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