Rettet das Cavalier 1 und Flankenbatterie

Seite des Historischen Vereins Rastatt

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Das Cavalier 1 der Leopoldsfeste

Die Flankenbatterie

Schriftzug

Im Cavalier 1 wurde 1849 Revolutionsgeschichte geschrieben
darum muss dieses Werk erhalten BLEIBEN !!

700 gefangene Freiheitskämpfer waren hier im Cavalier 1 im Juli 1849 unter unwürdigen Bedingungen eingesperrt. 

Gefangene FreiheitskämpferElsenhans

Ausschnitt aus: “Rastatter Casematten-Erzählungen” eines Freigewordenen.
 
November 1849

Heutiger Zustand Heutiger Zustand

Dieses Festungswerk  zerbröselt nun so langsam vor sich hin.

Totale_heute
Flankenbatterie3

Verfall der Flankenbatterie

wird fortgesetzt

Es tut sich was!

Arbeitseinsatz im Innern des Cavalier I
Fortschritte für geschichtsträchtiges Festungswerk
Historischer Verein für Zukunft zuversichtlich
Die in Buntsandstein gemauerten Gewölbe des Festungswerks Cavalier I an der Ecke Militärstraße/Panoramaweg atmen Geschichte. Zur Zeit der Bundesfestung waren 1849 hier Revolutionäre inhaftiert und warteten auf die Standgerichtsurteile. Seit dem Juli 1989 sind die Kasematten für die Öffentlichkeit gesperrt. Nach verschiedenen Anläufen mit Auflagen an den Eigentümer Firma Holz-Hertel, dann Weisenburger Bau und einem eindeutigen Gemeinderatsbeschluss zur Erhaltung, wurde man erst 2015 wieder konstruktiv.
Beim Historischen Verein, der schon 1985 zirka 600 Arbeitsstunden zur Rettung des Kulturdenkmals eingebracht hatte, keimte im letzten JArbeitseinsatz Hist Verein in der Poterne_webahr Hoffnung auf. Es wurden bei den Denkmalschutzbehörden in Stuttgart Mittel beantragt, die man bewilligte und momentan von der Firma Weisenburger abgerufen werden. Danach könnte mit der Sanierung der linken Flanke begonnen werden. Das bedeutet, die marode Außenmauer würde saniert und das ursprüngliche Mauerwerk möglichst komplett wieder herstellt. Wie bei anderen der 46 Festungswerke hatte die Wand am Panoramaweg als „Steinbruch“ gedient.
Nach mehreren Arbeitseinsätzen von Mitgliedern des Historischen Vereins und der Münchfeld-Siedler motivierten jetzt die positiven Perspektiven. Unter der Leitung des Vorsitzenden Dieter Wolf und Vize Karl Schweizer wurde nach vielen Jahren, mit engagierten Helfern des Historischen Vereins nun die erste große Entrümpelung angegangen. Die großen Geschützkasemat-tenräume und die zahlreichen Räume der Galerie mit Schießscharten präsentieren sich beim Augenschein in einem hervorragenden Zustand. Selbst ein Treppenhaus mit historischem Eisengeländer ist auszumachen. Dabei belegen Gipsmarken nach der Sprengung eines bekrönenden Festungsbaus und später angebrachte, dass das Mauerwerk nicht mehr gearbeitet hat und keine Gefahr für Personen im Innern besteht. Auch die angebrachte Tür, anlässlich der Dreharbeiten zum Spielfilm „Lenz oder die Freiheit“, ist noch auszumachen.
Imposant auch die erhaltene Poterne, eine schräge Rampe zum Transport von Material und Gerät. Diese nutzten nun die Teilnehmer des Arbeitseinsatz Hist Verein in den Kasematten_webaktuellen Arbeitsdienstes und transportierten Müll nach außen. Neben den großen Kasematten, die im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzraum gedient hatten, findet sich zunächst noch Erde der Pilzzucht, die einige Jahre im Cavalier I zu finden war. Dieter Wolf weist auf die Öffnungen nach außen hin, durch die über Jahre Laub, geworfene Steine und Müll aller Art ins Innere befördert wurden.
Deswegen erwägt Karl Schweizer die Lüftungen und Schießscharten mit Plexiglas zu verschließen, damit die Ergebnisse des bereits erfolgten Entmüllens nicht wieder getrübt werden. Während bei dem Arbeitsdienst des Historischen Vereins ein Notstromaggregat eingesetzt wurde, ergibt sich für die Zukunft eine weitere Perspektive. Wohl aus den Tagen der Pilzzucht verläuft ein Kabelschacht am Boden.
Für den Historischen Verein wurde nun im beim Cavalier I zur Steigerung der Attraktivität ein Anfang gemacht. „Im Innern ist alles in Ordnung, hoffentlich läuft es in diesem Jahr außen auch so gut“, fügt Dieter Wolf an. Allerdings an eine geregelte Öffnung für Besucher ist noch lange nicht zu denken.
Bild: Nach positiven Perspektiven für das Festungswerk Cavalier I und dem intakten Innern, begannen Mitglieder des Historischen Vereins mit der Entmüllung.

Text u. Foto: Wollenschneider
25.04.216

Siehe hierzu auch den Artikel aus der RAZ

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